(c) Tomas Kouba
Die AFC Vienna Vikings mussten sich in Woche 6 der AFL auswärts den Prague Black Panthers mit 15:41 geschlagen geben. Nach dem klaren 24:0-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen vor zwei Wochen gelang den Pragern diesmal eindrucksvoll die Revanche.
Dabei erwischten die Vikings einen denkbar schwierigen Start. Die Panthers marschierten gleich im ersten Drive über das Feld und gingen früh mit 7:0 in Führung. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Ein geblocktes Field Goal der Vikings wurde von Prag über das gesamte Feld zum Touchdown retourniert, und so stand es 14:0 für die Gastgeber.
Trotzdem fanden die Vikings danach besser ins Spiel. Quarterback Michael Szabo zeigte in seinem zweiten Start immer wieder gute Ansätze und brachte die Offense erstmals aufs Scoreboard. Mit einem Touchdown-Pass auf Niklas Lechner und erfolgreicher Two-Point-Conversion verkürzten die Wiener auf 8:14. Doch die Panthers antworteten noch vor der Halbzeit mit einem weiteren Touchdown und gingen mit einer 21:8-Führung in die Pause.
Auch nach Seitenwechsel blieb Prag die tonangebende Mannschaft. Besonders das Laufspiel bereitete der Vikings-Defense große Probleme. Die Black Panthers erhöhten zunächst auf 28:8 und wenig später mit einem langen Touchdown-Pass sogar auf 35:8. Die Vikings stemmten sich zwar dagegen und konnten durch einen Touchdown von Rudi Lee Frey nach Pass von Michael Szabo nochmals verkürzen, wirklich spannend wurde die Partie jedoch nicht mehr.
Vor allem die zahlreichen Big Plays und Eigenfehler machten den Vikings zu schaffen. Neben dem geblockten Field Goal führten auch verpasste Chancen in der Red Zone und zu viele zugelassene Yards am Boden dazu, dass Prag das Spiel zunehmend kontrollierte. Die Black Panthers setzten mit einem späten Touchdown schließlich den Schlusspunkt zum 41:15-Endstand.
Trotz der Niederlage gab es auch positive Ansätze: Das Laufspiel rund um Matthias Moser und Patrick Welte funktionierte phasenweise gut, zudem zeigte Michael Szabo immer wieder seine Qualitäten als Spielmacher. Insgesamt fehlte den Vikings jedoch die Konstanz, um gegen die physisch starken Panthers bestehen zu können.
Head Coach Benjamin Sobotka:
„Es war auf allen Seiten des Balls nicht gut genug. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht, viel zu spät ins Spiel gefunden und waren dann relativ schnell wieder draußen aus dem Ganzen. Wir waren in allen Phasen des Spiels zu unkonzentriert, und gegen ein Team wie die Panthers kannst du dir solche Fehler nicht erlauben. Schlussendlich waren wir einfach nicht gut genug – egal ob Spieler oder Coaches. Wir müssen besser werden, und wir werden nach der Bye Week besser werden.“
Nun gilt es für die Vikings, die Niederlage in der kommenden Byeweek rasch aufzuarbeiten und den Fokus auf das zweiter Wiener Derby am 30. Mai gegen die Vienna Knights zu legen.



