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Dramatisches Derby: Danube Dragons drehen Topspiel gegen Vikings

Im heutigen Topspiel der Austrian Football League kam es im Wiener Derby zum Duell zwischen den Danube Dragons und den AFC Vienna Vikings. Die Stadtrivalen lieferten sich ein intensives Kräftemessen mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten – und dem besseren Ende für die Dragons, die einen Rückstand in einen 17:14-Heimsieg verwandelten.

Erstes Viertel – Defensive auf beiden Seiten stark
Das Spiel begann mit starker Verteidigungsarbeit beider Teams. Die Vikings kamen zunächst besser ins Spiel und standen nach einem überzeugenden Drive, getragen von starken Läufen von Kevin Wojta und Matthias Moser, in Field-Goal-Reichweite. Doch ein zu hoher Snap ließ den Kickversuch scheitern. So blieb es beim 0:0 – ein Ergebnis, das die guten Defensivleistungen beider Teams im ersten Viertel widerspiegelte.

Zweites Viertel – Vikings mit ersten Punkten
Im zweiten Abschnitt schlugen die Vikings erstmals zu. Quarterback Aaron Ellis komplettierte einen starken Drive und fand Moritz Riedinger mit einem schönen Pass in der Endzone. Kevin Voznyak verwandelte den Extrapunkt – 7:0 für die Gäste. Kurz vor der Pause drängten die Dragons noch einmal Richtung Endzone, doch eine Interception von Philipp Pennekamp beendete den Angriff. Mit einer knappen 7:0-Führung für die Vikings ging es in die Halbzeitpause.

(c) Luca Tesche

Drittes Viertel – Dragons melden sich zurück
Die Danube Dragons kamen mit neuer Energie aus der Kabine. Bereits der erste Drive nach der Pause brachte ein Field Goal für die Gastgeber – sie verkürzten auf 3:7. Wenig später belohnte sich die grüne Offense mit einem Touchdown, nachdem ein starker Drive souverän abgeschlossen wurde. Erstmals im Spiel übernahmen die Dragons die Führung – 10:7.

Viertes Viertel – Showdown in der Schlussphase
Im letzten Viertel erhöhten die Dragons weiter den Druck. Der Backup-Quarterback übernahm Verantwortung und führte sein Team mit einem weiteren Touchdown auf 17:7 davon. Doch die Vikings gaben nicht auf: Rund vier Minuten vor Schluss führte Aaron Ellis sein Team noch einmal mit einem starken Drive über das Feld und warf einen Touchdown-Pass auf Benjamin Spieler – der Anschluss zum 14:17 war geschafft.

Ein Onside-Kick sollte den Vikings noch einmal Ballbesitz bringen, doch die Dragons sicherten den Ball. Mit 1:38 Minuten auf der Uhr war es nun an der Vikings-Defense, das Blatt zu wenden. Nach drei gestoppten Versuchen gelang den Dragons jedoch ein entscheidendes Big Play zum neuen First Down. Damit war der Derbysieg besiegelt – die Gastgeber ließen die Uhr souverän auslaufen.
Das Wiener Derby bot alles, was ein echtes Spitzenspiel ausmacht: starke Defensivreihen, sehenswerte Offensivaktionen und Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Während die Vienna Vikings in der ersten Halbzeit das Spiel kontrollierten, drehten die Danube Dragons in der zweiten Hälfte eindrucksvoll auf und holten sich mit einer starken Teamleistung den verdienten 17:14-Erfolg.

AFC-Vikings-Head-Coach Benjamin Sobotka zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch:
„Leider war es erneut ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. In der ersten Hälfte haben wir vor allem defensiv unser Potenzial gezeigt und eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wozu wir fähig sind. In der zweiten Halbzeit ist es uns dann nicht gelungen, den Rhythmus beizubehalten – wir haben einfach nicht mehr ins Spiel gefunden.


Wir müssen es schaffen, über vier Viertel hinweg konstanteren Football zu spielen und Spiele am Ende auch zu Ende zu bringen. Das ist uns heute nicht gelungen, und daran werden wir in der kommenden Woche intensiv arbeiten. Jetzt liegt der Fokus auf dem nächsten Spiel gegen die Raiders – und dann blicken wir weiter nach vorne.“

Mit dem Sieg übernehmen die Danube Dragons vorerst die Tabellenspitze, während die Vikings auf den dritten Platz abrutschen. Dadurch könnte es im Halbfinale zu einem Auswärtsspiel gegen die Graz Giants kommen – ein Duell, das sportlich wie emotional einiges verspricht. Die Playoffs rücken näher, und nach diesem intensiven Derby ist klar: Beide Wiener Teams haben noch viel vor, doch der Weg zum Titel führt aktuell über die Dragons.

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