Vikings unterliegen im Derby: Dragons entscheiden intensives Topspiel mit 35:14 für sich

Das Wiener Derby zwischen den AFC Vienna Vikings und den Danube Dragons hielt, was es versprach: Tempo, Big Plays und Turnover. Am Ende setzten sich die Dragons jedoch deutlich mit 35:14 durch und entschieden den Saisonauftakt klar für sich.

Traumstart für die Vikings

Die Partie begann spektakulär. Die Dragons eröffneten mit Ballbesitz und arbeiteten sich gut über das Feld, standen bereits kurz vor der Endzone, doch dann kippte das Momentum erstmals. Ein Ballverlust des Dragons-Quarterbacks landete in den Händen von Defensive Back Luis Ecker, der nicht lange zögerte und den Ball über sensationelle 98 Yards in die Endzone trug. Nach dem erfolgreichen Zusatzpunkt stand es 7:0 für die Vikings. Ein Start nach Maß.

Die Dragons zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Zwar scheiterten sie zunächst bei einem Field-Goal-Versuch, doch im zweiten Viertel fanden sie offensiv ihren Rhythmus. Ein präziser Pass in die Endzone brachte den Ausgleich zum 7:7. Währenddessen kämpfte die Vikings-Offense mit Strafen, einem Sack und einem Fumble. Drives konnten nicht konsequent zu Ende gespielt werden.

Kurz vor der Halbzeit übernahmen die Dragons das Kommando. Mit einem langen, kontrollierten Drive erzielten sie ihren zweiten Touchdown und gingen mit 14:7 in Führung. Die Vikings knieten vor der Pause ab, es ging mit einem knappen Rückstand in die Kabine.

(c) Gerhard Janoch

Dragons nutzen jede Gelegenheit

Auch nach der Pause fanden die Vikings offensiv zunächst keine Antwort. Der erste Drive brachte kein First Down, der Ballbesitz wechselte schnell. Die Dragons nutzten die Gelegenheit sofort und erhöhten mit einem langen Quarterback-Run auf 21:7.

Das dritte Viertel entwickelte sich anschließend turbulent, allerdings aus Sicht der Vikings unglücklich. Ein Fumble beim Kickoff durch Raylens Boutin führte zu einem direkten Touchdown der Dragons. Nur wenig später folgte der nächste Nackenschlag: Nach einem chaotischen Ballverlust beim Kickoff Return nutzten die Dragons den ersten Spielzug eiskalt und warfen sofort den nächsten Touchdown. Die anschließende erfolgreiche Two-Point-Conversion stellte auf 35:7, das Spiel war innerhalb weniger Minuten gekippt.

Lebenszeichen der Vikings

Defensiv sorgten die Vikings immer wieder für Highlights, unter anderem mit einer spektakulären Interception von Danny Kromer, doch die Dragons blieben insgesamt abgeklärter und kontrollierten das Spiel.

Die Vikings gaben sich dennoch nicht auf. Gegen Ende des vierten Viertels gelang endlich ein strukturierter Drive. Quarterback Russell Minor-Shaw fand Maximilian Moser in der Endzone, Felix Schuster verwandelte den Extrapunkt zum 35:14.

In der Schlussphase versuchten die Vikings mit einem Onside-Kick noch einmal das Momentum zu drehen, doch die Dragons sicherten sich den Ball. Ein letzter Drive mit 43 Sekunden auf der Uhr brachte keine weiteren Punkte.

Head Coach Benjamin Sobotka ordnete die Partie nach dem Spiel klar ein:

„Es war so ein Spiel, in dem, wenn etwas schiefgeht, gefühlt gleich alles schiefläuft. Da sind Dinge passiert, die einfach nicht charakteristisch dafür sind, wie wir als Footballteam sind. Das passiert. Ab jetzt ist wichtig, wie wir darauf reagieren. Es heißt wieder: get back on the horse and start riding.“

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